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Anschluss von zusätzlichen Batterien an PiJuice HAT

Der PiJuice HAT ist eine sehr gefragte Lösung. Das ist auch nicht verwunderlich, denn bei dieser mobilen Stromversorgungslösung stimmt sowohl die Hardware als auch die Software. Der PiJuice versorgt bereits viele mobilen Projekte mit unterbrechungsfreiem Strom. Um den mobilen Spaß noch länger zu gewährleisten, bieten wir nun zusätzliche Batterien für den PiJuice – 5000 mAh und 12000 mAh, die die Stromversorgung bis auf 9 Stunden bzw. 20 Stunden verlängern.

Da der PiJuice standardmäßig die Anschlussklemmen für die zusätzlichen Batterien bereit hat, ist es auch nicht notwendig die Akkus anzulöten. Wie der Anschluss genau erfolgt, erkläre ich in diesem Beitrag. 

Über die Zusatz-Batterien

Die zusätzlichen Batterien mit höheren Kapazitäten von 5000 mAh und 12000 mAh kommen mit einem 3-Pin-Anschluss und dem eingebauten Ladeschutz.

HINWEIS: Bitte beachten Sie, dass die Batterien weder geöffnet, noch geknickt oder geschnitten werden dürfen. Die Zuwiderhandlung kann zu schlimmen Verletzungen oder Feuer führen.

Anschluss eines Akkus an den PiJuice HAT

Schritt 1 – Um die Batterie an den PiJucie HAT anzuschließen, trennen Sie den Stecker vom Batteriekabel und entfernen Sie die Isolation an den Litzen, um diese freizulegen. Trennen Sie zuerst nacheinander alle Litzen von dem Stecker:

Trennung der Kabeladern bei Anschluss an PiJuice HAT

Schritt 2 – Entfernen Sie vorsichtig die Isolierung – etwa  10 mm – an jeder Litze, um diese freizulegen. Achten Sie darauf, die Litzen nicht zu durchtrennen. Sobald die Litze freigelegt sind, verdrillen Sie diese.

HINWEIS: Stellen Sie sicher, dass sich die freigelegten Litzen nicht berühren, da dies zu einem Kurzschluss der Batterie führen kann. Kleben Sie nach Möglichkeit ein wenig Isolierband auf die rote Litze.

Abisolierung der Kabeladern bei Anschluss an PiJuice HAT

Schritt 3 – Vergewissern Sie sich, dass der PiJuice heruntergefahren ist, und entfernen Sie die Batterie vorsichtig, indem Sie die Seite mit der Aufschrift „Battery removal here“ (Batterie entfernen – hier) hochklappen.

Entfernung der Standardbatterie PiJuice HAT

Schritt 4 – Schrauben Sie die Batterieklemmen am PiJuice ab und führen Sie die verdrillten Litzen in die entsprechenden Buchsen wie folgt ein:

GND – Schwarze Litze
NTC – Gelbe Litze
VBAT – Rote Litze

Schrauben Sie die Kontakte zu, bis die Litzen fest sitzen.

Anschluss einer Li-Po Batterie an PiJuice HAT

Konfiguration der Batterie

Wenn Sie dies noch nicht getan haben, installieren Sie jetzt die PiJuice-Software. Dazu geben Sie im Terminalfenster folgende Befehle ein:

PiJuice GUI

sudo apt-get install pijuice-gui

PiJuice CLI

sudo apt-get install pijuice-base

Schritt 1 – Öffnen Sie das PiJuice-Konfigurationsmenü und wechseln Sie zum Konfigurationsmenü „Battery“ (Batterie).

Konfiguration einer Li-Po Batterie für PiJuice HAT

Schritt 2 – Aktivieren Sie das Kontrollkästchen „Custom“ (Benutzerdefiniert) und geben Sie die Batterieparameter entsprechend Ihrer Batteriespezifikation ein.

HINWEIS: Das folgende Beispiel zeigt die Einstellungen für die 5000 mAh Batterie mit eingebautem NTC und Standardladestrom.

Standardeinstellungen für 5000 mah Batterie für PiJuice HAT

PIS-1129 PIS-1131
Ladespannung 4.2V 4.2V
Nennspannung 3.7V 3.7V
Kapazität 12000mAh 5000mAh
Standard-Ladestrom 2400mA (0.5C) 1000mA (0.2C)
Standard-Entladevorgang 600mA 250mA
Betriebstemperatur Laden: 0~45 Laden: 0~45
Entladen: -20~60 Entladen: -20~55
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Videos, Bilder und Musik von Ihrer Festplatte an Smart-TV und Co. streamen…

…leicht gemacht und die Lösung ist so simpel, dass man’s nicht glauben mag. Die Rede ist von einem DLNA-Server auf Ihrem Raspberry Pi. In diesem Beitrag stelle ich die Lösung vor und zeige die Einrichtung eines Servers auf einem Raspberry Pi mit Raspbian als Betriebssystem. 

Wenn es euch genauso geht wie mir, dann habt ihr über die Jahre bestimmt sehr viel Musik, Filme und Bilder auf einer (oder vielen) Festplatte(n) gesammelt. Irgendwann habe ich mich gefragt, wäre es denn nicht möglich, all diesen digitalen Sch***atz immer über meinen Smart-TV abrufbar zu machen? Und siehe da, die Lösung ist bereits seit Jahren vorhanden – mein alter Raspberry Pi 2, der eigentlich als Web- und Cloudserver sowieso die ganze Zeit in meinem Netzwerk aktiv ist. Als Software habe ich mich für minidlna (ReadyMedia) entschieden. Der Grund war: Es hat sofort und reibungslos funktioniert und die Installationszeit war wirklich sehr kurz.

Mit minidlna kann man jeden Linux-Rechner zu einem Medienserver machen. Dadurch kann man Medien (Bilder, Videos, Musik etc.) an alle DLNA fähigen (Digital Living Network Alliance) Geräte in einem Heimnetz übertragen. DLNA- oder UPnP-Geräte erkennen einen solchen Medienserver automatisch. Die Medieninhalte des Servers stehen jederzeit als Streams zur Verfügung.

Der Aufbau sieht so aus: Sie haben auf ihrem Raspberry Pi bereits Raspbian (am Besten die aktuellste Version) installiert. Ihr Raspberry Pi ist an Ihr Heimnetz angeschlossen (LAN oder WLAN), an den Raspberry Pi ist Ihre Festplatte mit Medieninhalten angeschlossen und eingebunden (gemountet).

ReadyMedia (ehemals MiniDLNA) installieren

Die Installation ist schnell getan. Melden Sie sich im Terminal als root an: 

sudo su

Wenn Sie nach Passwort gefragt werden, tragen Sie Ihr Passwort ein, mit dem Sie sich am Raspberry Pi anmelden. Wenn Sie dem root ein anderes Passwort zugeteilt haben, dann wissen Sie ja ohnehin, wie man sich als root anmeldet 😉

Es schadet nicht, vor jeder Installation die Repositories zu aktualisieren 

apt-get update

und das System, falls notwendig aufzufrischen

apt-get upgrade

Bestätigen Sie die Aktualisierung, falls notwendig, mit „j“

Jetzt installieren wir den Server

apt-get install minidlna

das war es :).

ReadyMedia (ehemals MiniDLNA) einrichten

Damit der Medienserver richtig funktioniert, sind ein paar Konfigurationen vorzunehmen. Diese sind in der Datei /etc/minidlna.conf zu tätigen. Öffnen Sie die Datei mit ihrem bevorzugten Editor auf (ich verwende gern nano): 

nano /etc/minidlna.conf

In den folgenden Abschnitten sind Änderungen vorzunehmen (das vorangestellte # bedeutet, dass die entsprechende Zeile nur ein Kommentar ist und somit keine Auswirkungen auf die Konfiguration hat.): 

# If you want to restrict a media_dir to a specific content type, you can
# prepend the directory name with a letter representing the type (A, P or V),
# followed by a comma, as so:
# * „A“ for audio (eg. media_dir=A,/var/lib/minidlna/music)
# * „P“ for pictures (eg. media_dir=P,/var/lib/minidlna/pictures)
# * „V“ for video (eg. media_dir=V,/var/lib/minidlna/videos)
# * „PV“ for pictures and video (eg. media_dir=PV,/var/lib/minidlna/digital_c$

media_dir=V,/media/mb/Videos
media_dir=A,/media/mb/Musik
media_dir=P,/media/mb/Bilder

In den letzten zwei Zeilen teilen Sie dem Medienserver mit, in welchem Verzeichnis welche Dateitypen liegen. So werden diese später in entsprechenden Kategorien auf einem DLNA-Gerät angezeigt. 

Weiter unten wird der Netzwerkport zugewiesen. Mit diesem kann man im Heimnetz stets nachsehen, ob der Server läuft und wie viele Dateien vom Server bereits indiziert wurden.

# Port number for HTTP traffic (descriptions, SOAP, media transfer).
# This option is mandatory (or it must be specified on the command-line using
# „-p“).

port=8200

Um den Index-Status seines Medienservers später abzurufen, trägt man die IP-Adresse seines Raspberry Pi gefolgt von dem oben vorgegebenen Port ein, z.B.: 

http://192.168.0.27:8200 

und schon wird der Status angezeigt. Das sieht dann so aus: 

minidlna Status Screen

Desweiteren vergeben wir dem Server einen Namen, der den DLNA-Geräten angezeigt wird: 

# Name that the DLNA server presents to clients.
# Defaults to „hostname: username“.

friendly_name=raspi

Und wir lassen das System stets nach Änderungen suchen und somit unsere Sammlung aktuell halten:

# Automatic discovery of new files in the media_dir directory.

inotify=yes

Jetzt speichern wir die vorgenommenen Änderungen mit Strg+O -> Enter -> Strg+X. Die Tastenkombinationen gelten für nano.

Schon ist die Konfiguration abgeschlossen. Nun starten wir den Dienst neu, damit die gemachten Änderungen wirksam werden: 

service minidlna restart

Lassen Sie dem Server etwas Zeit, den Index aufzubauen und schon können Sie über Ihren Smart-TV bequem auf Ihre gesamte Mediensammlung zugreifen. 

Viel Spaß damit! Ich glaube, ich ziehe mir gleich mal eine Folge „Friends“ aus meiner Sammlung rein.

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Bluetooth-Geräte mit Raspberry Pi 3 via Terminal koppeln

Bluetooth via Terminal in Raspberry Pi 3

Neulich habe ich wieder die Bluetooth-Funktion eines meiner Raspberry Pi 3 verwendet. Dabei dachte ich, das Vorgehen könnte ja auch andere Menschen interessieren. Wie koppelt man denn jetzt einen Raspberry Pi (ab Version 3 ist Bluetooth integriert) mit einem Bluetooth Gerät ohne GUI? Hier teile ich den Vorgang gern mit Euch.

Ich finde die integrierten Bluetooth- und WLAN-Funktionen der letzten Raspberry Pi Modelle unglaublich nützlich. Ich bin jetzt weder auf eine LAN-Anbindung noch auf kabelgebundene Eingabegeräte (Tastatur und Co.) angewiesen. Und das ohne irgendwelche Adapter kaufen zu müssen. Einfach Klasse!!!

Zuletzt habe ich erfolgreich die Tastatur Keys-To-Go von Logitech mit Raspberry Pi 3 gekoppelt. Die Tastatur ist sehr empfehlenswert – langlebig, leicht, bequem und super flach.

Raspberry Pi 3 vorbereiten

Für die Verwendung der Bluetooth-Funktion ist es wichtig, die aktuellste Raspbian-Version zu verwenden. Diese kann man stets auf der Website der Raspberry Pi Foundation herunterladen. Sollten Sie die vorletzte Version der Software verwenden, können Sie diese auch innerhalb der Konsole aktualisieren:

sudo apt-get update && sudo apt-get dist-upgrade
sudo reboot

Bluetooth-Geräte in der Konsole koppeln

Als erstes macht man das Bluetooth-Gerät und den Raspberry Pi 3 miteinander bekannt. Dafür sind beide Geräte in den Kopplungsmodus zu versetzen. Bei dem Bluetooth-Gerät ist dafür der Pairing-Knopf zu betätigen (meistens muss man diesen drücken und halten für ca. > 2 Sekunden, bis eine Status-LED anfängt, zu blinken).

In der Konsole des Raspberry Pi wird das Pairing-Modus wie folgt aktiviert:

sudo bluetoothctl

So kommt man in die Steuerung des Bluetooth-Moduls. Nun ist der Bluetooth-Agent zu aktivieren:

[bluetooth]# agent on
[bluetooth]# default-agent

Und es wird der scan-Vorgang aktiviert:

[bluetooth]# scan on

Dieser sucht die nähere Umgebung nach den kopplungsbereiten Bluetooth-Geräten ab. Diese werden unten aufgezeigt. Wenn Sie das gewünschte Bluetooth-Gerät sehen, können Sie dieses mit dem Befehl pair koppeln:

[bluetooth]# pair xx:xx:xx:xx:xx:xx (Die nach dem scan on angezeigte MAC-Adresse des Geräts für die Kopplung)

Im Regelfall kommt dann eine Bestätigung mit

[CHG] Device xx:xx:xx:xx:xx Connected: yes

Request confirmation

[agent] Confirm passkey xxxxxx (yes/no):

Bestätigen Sie nun mit yes.

Dauerhafte Anbindung

Damit das Gerät nicht jedesmal neu gekoppelt werden muss, sollte man dieses als vertraulich markieren:

[bluetooth]# trust xx:xx:xx:xx:xx:xx
[bluetooth]# exit

Jetzt wird das Bluetooth-Gerät jedesmal automatisch mit dem Raspberry Pi verbunden.

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Pi-hole – der Ad-Blocker für Ihr Heimnetz

Pi-hole Logo im pi-hole Beitrag von braspi

Ich bin wahrscheinlich einer der letzten, der das Pi-hole-Projekt entdeckt hat. Aber ich bin begeistert von der Idee und möchte diese hier teilen.

Pi-hole ist eine Art Filter, der die Browser-Werbung innerhalb des geschlossenen Netzes blockiert. Also ähnlich wie ein Ad-Blocker, den man bei sich auf dem Rechner in einem Browser laufen lassen kann. Der größte und beste Unterschied ist – man schützt sein ganzes Heimnetz ab. So entfällt die Notwendigkeit, einen Ad-Blocker auf jedem Gerät zu installieren – zum einen ist es umständlich und zum anderen, bei einigen Geräten, auch schwer möglich. Also ist ein zentraler Ad-Blocker – Pi-hole – eine perfekte Alternative. 

Zudem merkt man im Alltag gar nicht, dass die Werbung gerade gefiltert wird – es gibt keine Geschwindigkeitseinbußen oder Website-Blockaden. Das Einzige, was blockiert wird, ist die nervige Popup-Werbung auf Internet-Seiten. 

Installation

Die Installation verläuft ganz einfach. Alles, was man braucht, ist ein Raspberry Pi mit einer der gängigen Linux-OS (Raspbian, Debian, Fedora, Ubuntu, CentOS etc.) und den Internetanschluss an diesem Pi.

Öffnen sie das Terminal-Fenster und melden Sie sich als root an:

sudo -i

Anschließend führen Sie den folgenden Befehl aus:

curl -sSL https://install.pi-hole.net | bash

Es wird der Installationsskript für Pi-hole geladen und ausgeführt.

In den sich daraufhin öffnenden Fenstern bestätigen Sie einfach die Standard-Vorgaben und schreiben Sie sich unbedingt die IP-Adresse und das Passwort auf, die im letzten Schritt angezeigt werden. Diese brauchen Sie später, um das admin-Panel von Pi-hole zu erreichen und den DNS-Server auf dem Router einzurichten.

Einrichtung des Routers

Um von dem Komfort der zentralen Installation des Pi-hole zu profitieren, müssen an dem heimischen Router, über den der Internetzugriff erfolgt, noch ein paar Eingriffe vorgenommen werden. Und zwar muss in den DNS-Einstellungen des Routers lediglich die vorhin aufgeschriebene IP-Adresse des Pi-hole eingetragen werden und der Router muss neugestartet werden.

Und schon kann man auf jedem Gerät, dass über den Router mit dem Internet verbunden ist, werbefrei surfen. Selbst in einigen Apps wird die Werbung blockiert!!!

Herzlichen Dank an die Menschen hinter Pi-hole: https://pi-hole.net/

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Installation und Einrichtung des RetroPie-Sets mit NESPi PLUS Gehäuse

Beschreibung:

Bei diesem Produkt handelt es sich um ein RetroPie-Set mit Raspberry Pi 3 Model B+, verbaut in einem NESPi PLUS Gehäuse von Retroflag, inkl. Controller, HDMI-Kabel und Netzteil.

Was ist RetroPie

RetroPie bietet die Möglichkeit, auf einem Raspberry Pi über 50 verschiedene Spiel-Emulatoren zu betreiben. So kann man z.B. Super Nintendo, Game Boy Color, Playstation Portable (PSP), Sega Megadrive, Atari Konsolen-Spiele auf dem Raspberry Pi spielen. RetroPie bündelt eine Reihe von Projekten wie EmulationStaion, RetroArch.

Für die Einrichtung kann man entweder das fertige RetroPie Image verwenden, oder RetroPie manuell auf einem bestehenden Debian basierendem Linux System wie Raspbian installieren.

In dieser Anleitung wird erklärt, wie man das fertige RetroPie Image auf einem Raspberry Pi 2, 3 und 3B+ installiert, ein USB SNES-Controller einstellt, das WLAN einrichtet und wie man die ROMs (Spiele) auf den Raspberry Pi kopieren kann.

Installation

SD Karte Vorbereiten

Laden Sie das aktuelle RetroPie Images von der RetroPie-Seite herunter. Für das Kopieren des Image auf die mitgelieferte MicroSD-Karte verwenden Sie bitte Etcher. Das Programm ist für Windows, Mac OSX und Linux verfügbar.

Laden Sie Etcher herunter und installieren Sie es.

Öffnen Sie Etcher und wählen Sie das zuvor heruntergeladene RetroPie-Image aus (Image muss nicht entpackt werden). Klicken Sie hierfür auf „Select Image“.

Etcher Benutzung

Wählen Sie mit „Select Drive“ anschließend die MicroSD-Karte als Ziel aus. Etcher sollte automatisch die Micro-SD Karte als Ziel auswählen.

Etcher Verwendung Drive

Klicken Sie nun auf „Flash!“ um den Schreibvorgang zu starten.

Falls Etcher einen Fehler anzeigt, formatieren Sie die MicroSD-Karte neu. Nachdem das Image erfolgreich auf die MicroSD-Karte geschrieben wurde, erscheint folgendes Fenster:

RetroPie Starten und Controller konfigurieren

Stecken Sie nun die MicroSD-Karte in die hierfür vorgesehene Öffnung an der rechten Seite des NESPI-Gehäuses.

NESPI Retroflag Gehäuse MicroSD Einschub

Schließen Sie nun die Konsole per mitgeliefertem HDMI-Kabel an einen Monitor und Verbinden Sie die SNES-Controller mit der Konsole. Anschließend stecken Sie den MicroUSBStecker in die hierfür vorgesehene Buchse an der Konsole. Rspberry Pi startet nun den RetroPie Image.

Als erstes ist  die Tastenbelegung für den angeschlossenen Controller einzustellen.

Beim Erscheinen der folgenden Ansicht, klicken und halten Sie beliebige Taste auf Ihrem Controller.

RetroPie Start

Nachdem der angeschlossene Controller erkannt wurde, erscheint folgende Ansicht.

RetroPie Controller erkannt

Folgen Sie nun den Anweisungen auf dem Bildschirm, um die Tasten des Controllers zu konfigurieren. Nachdem Sie alle Tasten konfiguriert haben, drücken und halten Sie einfach die Taste A, bis Sie zum nächsten Eintrag springen. Wiederholen Sie diesen Schritt, bis Sie zur „OK“-Taste kommen. Mit diesem OK wird die Controller-Konfiguration abgeschlossen.

Ihren zweiten Controller können Sie später im Start-Menü von Emulationstation einrichten.

Die Tasten-Belegung Ihres SNES-Controllers:

Tastenkombination

RetroPie unterstützt Shortcuts von Ihrem Controller. Folgende Funktionen können ausgeführt werden:

Tastenkombination

Funktion

Select+Start

Emulator Beenden

Select+Right Shoulder

Speichern

Select+Left Shoulder

Laden

Select+Right

Input State Slot Increase

Select+Left

Input State Slot Decrease

Select+X

RGUI Menu

Select+B

Reset

 

WIFI/WLAN einrichten (optional)

Die WLAN-Funktion kann dafür verwendet werden, um die Software zu aktualisieren, weitere Programme zu installieren, oder Spiele(ROMS) per WLAN zu übertragen. Für den Betrieb der Konsole ist es nicht notwendig.

Die Einrichtung der WLAN-Funktion ist im Folgenden beschrieben:

BITTE BEACHTEN SIE: Um die WLAN-Funktion auf dem neuen Raspberry Pi 3 B+ nutzen zu können, ist es erforderlich, als erstes das WLAN-Land (WiFi-Country) im Menü„raspi- config„ einzustellen. Die Einstellung finden Sie unter Menüpunkt 4 (Localisation options) des Menüs.

  • Schließen Sie eine Tastatur an und betätigen Sie die Taste F4, um den Terminal zu starten.
  • Im Terminal geben Sie dieses Befehl ein:

sudo raspi-config

Im Einstellungsfenster wählen Sie “Localisation options“ -> “Change WiFi-Country“ und stellen Sie das entsprechende Land ein.

Kehren Sie anschließend zu der RetroPie-Ansicht zurück.

Wählen Sie im Startbildschirm RetroPie aus und drücken Sie die A-Taste, um das Einstellungsmenü aufzurufen.

Wählen Sie ganz unten den Eintrag WIFI und drücken Sie die A-Taste. Folgende Ansicht wird geöffnet. Wählen Sie „Connect to WIG`FI network“.

Wählen Sie Ihre WLAN-SSID aus der Liste aus:

Tippen Sie Ihr Passwort für das ausgewählte WLAN ein:

Wenn die Verbindung erfolgreich hergestellt wurde, erscheint folgendes Fenster mit den Angaben zum Netz.

ROMs (Spiele) zu RetroPie kopieren

Aus urheberrechtlichen Gründen werden keine Spiele mit RetroPie mitgeliefert. Es gibt drei Möglichkeiten, die ROMs auf den RetroPie zu übertragen (USB, SFTP und Samba-Shares). Nach der Übertragung der ROMs muss die Emulationstation neugestartet werden.

Die Spiele-ROMs sind sehr leicht im Internet zu finden. Es empfiehlt sich die Google-Suche für die Suche nach ROMs zu verwenden.

Die Emulationstation wird neugestartet, indem man im Startbildschirm die Start-Taste am Controller drückt, dann auf „Quit“ und „Restart Emulationstation“.

Samba Dateifreigabe

Windows:

Geben Sie im Explorer „retropie“ ein. Sie können „retropie“ auch mit der IP des Raspberry Pi ersetzen. Jetzt können Sie die ROMs im Ordner roms in den passenden Emulator Ordner kopieren.

Mac OSX:

In der Seitenleiste unter Freigaben des Finders, sollte ein Eintrag retropie sein. Klicken Sie darauf um sich mit dem Raspberry Pi zu verbinden. Jetzt können Sie die ROMs im Ordner roms in den passenden Emulator Ordner kopieren.

Spiele mit dem USB Stick kopieren

Der USB-Stick muss das Dateiformat FAT32 oder NTFS haben. Erstellen Sie einen Ordner mit dem Namen retropie auf dem USB-Stick. Stecken Sie den USB-Stick in eine der USB-Schnittstellen auf der Konsole in den Raspberry Pi mit RetroPie und warten Sie ca. 20 Sekunden.

Stecken Sie nun den USB-Stick wieder in den PC oder Laptop. Im retropie-Ordner sollten nun neue Ordner erstelltworden sein. Im Ordner retropie/roms wurde für jeden Emulator ein eigener Ordner erstellt. Kopieren Sie die ROMS in die passenden Emulator Ordner.

Super Nintendo ROMS haben die Endung .sfc und müssen in den Ordner retropie/roms/snes kopiert werden.

Stecken Sie den USB-Stick wieder in die RetroPie-Konsole und warten Sie wieder ca. 10-20 Sekunden für ungefähr 4 Spiele. Sie können den USB-Stick jetzt herausziehen.

Starten Sie die Emulationstation neu, indem Sie die Start-Taste am Controller drücken, dann auf „Quit“ und „Restart Emulationstation“.

Nach dem Neustart sollten Sie du mit den Steuerkreuz ein Emulator auswählen können.

Spiele via SFTP kopieren (LAN Kabel oder WLAN)

Als SFTP Programm können Sie Filezilla verwenden. Es ist kostenlos und für Windows, Mac OSX und Linux verfügbar.

Verbinden Sie sich mit RetroPie mit folgenden Daten:

Server: retropie

Benutzername: pi

Passwort: raspberry (aus Sicherheitsgründen wird geraten das Standard-Passwort noch vor dem Netzwerkanschluss zu ändern. Lesen Sie hier mehr dazu.)

Port: 22

Jetzt können Sie die ROMs im Ordner RetroPie/roms in den passenden Emulator Ordner kopieren.

Einrichtung der Tasten Safe Power und Safe Reset

Das NESPi PLUS Gehäuse verfügt über die Funktion zum sanften Herunterfahren und sanftem Zurücksetzen. Um diese Funktionen nutzen zu können, ist es erforderlich, das eigens zu diesem Zweck geschriebene Skript zu installieren. Im Folgenden wird beschrieben, wie man dies erledigt.

Schalter „Safe Shutdown“

Legen Sie den Schalter für sicheres Herunterfahren auf der Platine des Gehäuses in die Position “ON“.

Safe shutdown Schalter Nespi Plus

Installation des Skripts

  • Stellen Sie sicher, dass der Raspberry Pi mit internet verbunden und RetroPie bereits installiert und eingerichtet ist.
  • Schließen Sie eine Tastatur an und betätigen Sie die Taste F4, um den Terminal zu starten.
  • Ändern Sie, falls nötig, die Tastaturbelegung wie in diesem Video gezeigt:
    https://youtu.be/rvcBteNsJaY
  • Im Terminal geben Sie dieses Befehl ein:

wget -O – https://raw.githubusercontent.com/RetroFlag/retroflag-picase/master/install.sh | sudo bash

oder (falls der obere Skript nicht greift):

wget -O – https://raw.githubusercontent.com/crcerror/retroflag-picase/master/install.sh | sudo bash

Damit wird ein Ein-Zeilen-Installer ausgeführt, der das notwendige Skript herunterlädt und entsprechend installiert. Nun können Sie die Konsole per Tastendruck auf Power oder Reset sanft Herunterfahren oder Neustarten.