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Installation eines 3,5″ Displays aus allen braspi-Sets

In diesem Beitrag geht es um die Inbetriebnahme der Touchscreens aus unserem Portfolio. Die unten beschriebene Vorgehensweise trifft auf alle Displays aus dem braspi-Angebot zu.

BITTE BEACHTEN SIE: Die Installation und die Einrichtung des Touchscreens geschieht auf eigene Gefahr. Es wird empfohlen einen Systemabbild Ihres System einzurichten, bevor Sie fortfahren. Oder verwenden Sie hierfür ein Testsystem auf einer separaten microSD-Karte.

ACHTUNG: Die Einrichtung des Touchscreen-Treibers mit NOOBS und Berryboot funktioniert derzeit nicht! Wenn Sie es trotzdem versuchen, kann Ihr System unbrauchbar werden.

ALLE IM FOLGENDEN BESCHRIEBENEN SCHRITTE WERDEN IM TERMINAL AUSGEFÜHRT. FÜR DIE ERFOLGREICHE INSTALLATION WIRD DIE NETZWERKVERBINDUNG BENÖTIGT.

Die Installation des Treibers

  • Bitte laden Sie den aktuellen Treiber für den Touchscreen herunter:

git clone https://github.com/lcdwiki/LCD-show.git

  • Vergeben Sie die entsprechenden Rechte an dem heruntergeladenen Ordner:

chmod -R 755 LCD-show

  • Wechseln Sie anschließend in das Verzeichnis:

cd LCD-show/

  • Und führen Sie den Script aus:

sudo ./LCD35-show

  • Nach der Installation und einem automatisch durchgeführten Neustart wird das Bild auf dem Display ausgegeben. Die Bildausgabe über HDMI ist dann deaktiviert.

Hier ein kurzes Demo-Video, in dem die Funktion des Displays gezeigt wird:

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Fan SHIM – Zusammenbau und Einrichtung

In diesem kurzen Tutorial lernen Sie, wie man den smarten Lüfter – Fan SHIM zusammenbaut und die nötige Steuersoftware installiert. Ich zeige Ihnen die Installation der Python-Bibliothek und die Ausführung des Hintergrundskripts, das den Lüfter steuert, wenn die vordefinierten Temperaturschwellenwerte überschritten werden.

Montage des Lüfters

Zum Lieferumfang des Fan SHIM gehören folgende Teile:

  • Fan-SHIM-Platine (die schwarz/weiße Platine)
  • 30mm-Lüfter mit Kabel und Stecker
  • 2x M2,5-Nylonschrauben
  • 5x M2,5 Nylonmuttern (1 zu viel – für alle Fälle)

Nehmen Sie die Fan SHIM-Platine, wobei die Seite mit den Bauteilen (der kleine weiße Stecker und der Tastschalter) nach oben zeigt.

Schieben Sie die beiden Nylonschrauben von unten nach oben durch die beiden Löcher der schmalen Speichen und schrauben Sie zwei der Nylonmuttern darauf. Diese halten die Schrauben an ihrem Platz und dienen als Abstandshalter für den Lüfter.

Nehmen Sie den Lüfter mit der beschrifteten Seite nach oben und dem Kabel bei etwa 7-Uhr-Position. Drücken Sie den Lüfter auf die Schrauben und sichern Sie ihn mit zwei weiteren Nylonmuttern. Ziehen Sie die Muttern so fest wie möglich an, um ein Vibrieren oder Klappern des Lüfters zu verhindern.

Nun schieben Sie den Stecker des Lüfterkabels in die Buchse am Fan SHIM so, wie auf dem unteren Bild gezeigt (schwarzer Draht links/roter Draht rechts, wenn der Header oben ist). Das Kabel sollte so weit nachgeben, dass es um die untere linke Schraube/Mutter gebogen werden kann. Drücken Sie den Stecker anschließend mit dem Finger oder einem Bleistift in die Buchse ein.

Montage des Fan SHIM auf Ihrem Raspberry Pi

HINWEIS: Bitte fahren Sie den Raspberry Pi herunter und trennen Sie diesen vom Strom, bevor Sie den Fan SHIM auf dem Raspberry Pi anbringen.

Zur Fixierung des Fan SHIM werden Friktionsöffnungen an der Platine verwendet, was bedeutet, dass Sie keine Lötarbeiten durchführen müssen! Einfach den Fan SHIM vorsichtig auf die GPIO-Pins Ihres RasPi stecken.

Wenn Ihr RasPi mit der Strombuchse und dem/den HDMI-Buchsen an der unteren Kante zu Ihnen und die GPIO-Stiftleiste nach oben seigt, dann sollten Sie den Fan SHIM auf die 12 Pins oben links montieren, wie auf dem Bild unten gezeigt.

Achten Sie darauf, dass Sie den Fan SHIM auf die richtigen Pins setzen und dass Sie sie nicht versehentlich über einen Pin nach links oder eine Reihe nach unten verschieben, da sonst der Fan SHIM und möglicherweise der RasPi mit hoher Wahrscheinlichkeit beschädigt werden können.

Drücken Sie den Fan SHIM ganz nach unten auf die GPIO-Pins. Jetzt können Sie das Netzteil anschließen und den RasPi starten.

Installation der Fan SHIM Software

Für diesen Teil des Tutorials benötigen Sie eine MicroSD-Karte mit dem Raspbian-Betriebssystem und der RasPi muss mit dem Internet verbunden sein. Sie können die folgenden Schritte per ssh oder beim direkt an einen Bildschirm angeschlossenen Raspberry Pi durchführen.

Öffnen Sie ein Terminal (per ssh sind Sie immer im Terminal, beim direkten Arbeiten am RasPi: Drücken Sie Strg-Alt-T oder suchen Sie es im Raspberry-Pi-Menü) und geben Sie dann Folgendes ein, um die Fan-SHIM-Python-Bibliothek zu installieren:

git clone https://github.com/pimoroni/fanshim-python

cd fanshim-python

sudo ./install.sh

Dadurch wird die eigentliche Python-Bibliothek installiert. Pimoroni hat jedoch ein Python-Skript zusammengestellt, das Temperaturschwellenwerte (zusammen mit einigen anderen Optionen) setzt und so den Lüfter automatisch einschaltet, wenn er einen bestimmten Schwellenwert erreicht, und wieder ausschaltet, wenn er unter einen zweiten Schwellenwert fällt.

Das Installationsprogramm akzeptiert drei Werte, den ersten für die Einschalt-Schwellenwerttemperatur, bei der der Lüfter anspringt, den zweiten für die Ausschalt-Schwellenwerttemperatur, bei der der Lüfter abgeschaltet wird, und den dritten für die Verzögerung zwischen den einzelnen Temperaturmessungen.

In den durchgeführten Tests funktionierten ein Einschalt-Schwellenwert von 65°C, ein Ausschalt-Schwellenwert von 55°C und eine Verzögerung von 2 sehr gut. Um diese Einstellungen zu übernehmen, geben Sie Folgendes in das Terminal ein:

cd examples
sudo ./install-service.sh –on-threshold 65 –off-threshold 55 –delay 2

Dieses Installationsprogramm führt das automatische Skript im Hintergrund aus, und es sollte auch dann wieder laufen, wenn Sie das System herunterfahren und wieder hochfahren oder neu starten.

Die LED zeigt die CPU-Temperatur an, wobei grün kühler und rot heißer bedeutet. Ein langer Druck auf den Knopf bringt den Lüfter in den manuellen Modus und ein kurzer Druck stoppt oder startet den Lüfter. Ein erneuter langer Druck aktiviert den automatischen Modus wieder.

Wenn Sie das Skript, das im Hintergrund läuft, jemals stoppen müssen, können Sie das im Terminal eingeben:

 sudo systemctl stop pimoroni-fanshim.service

Wenn Sie die Schwellenwerte ändern möchten, z.B. die Einschalttemperatur auf 75, die Ausschalttemperatur auf 60 und die Verzögerung auf 5 Sekunden ändern möchten, dann können Sie Folgendes im Terminal eingeben:

sudo systemctl stop pimoroni-fanshim.service
sudo ./install-service.sh –on-threshold 75 –off-threshold 60 –delay 5

Wenn Sie das Hintergrundskript dauerhaft deaktivieren möchten, können Sie das im Terminal eingeben:

sudo systemctl stop pimoroni-fanshim.service
sudo systemctl disable pimoroni-fanshim.service

Oder um es wieder zu aktivieren:

sudo systemctl enable pimoroni-fanshim.service
sudo systemctl start pimoroni-fanshim.service
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Hitzetest der aktuellen Lüfter und Gehäuse von braspi

Ich werde oft gefragt, wie gut das eine oder andere Gehäuse oder der eine oder andere Lüfter aus meinem Sortiment den neuen Raspberry Pi 4 kühlt. Dieser Frage bin ich nun nachgekommen und habe die aktuellen Produkte entsprechend getestet. Dieser Beitrag wird ein Dauerpost sein: Ich werde immer wieder neue Produkte testen und hier die Ergebnisse veröffentlichen.  

Testablauf (Testmethode)

Der Testablauf war simpel. Ich erstellte einen Skript mit den folgenden Befehlen:

#!/bin/bash
clear
vcgencmd measure_temp
sysbench –test=cpu –cpu-max-prime=20000 –num-threads=4 run >/dev/null 2>&1
vcgencmd measure_temp
sysbench –test=cpu –cpu-max-prime=20000 –num-threads=4 run >/dev/null 2>&1
vcgencmd measure_temp
sysbench –test=cpu –cpu-max-prime=20000 –num-threads=4 run >/dev/null 2>&1
vcgencmd measure_temp
sysbench –test=cpu –cpu-max-prime=20000 –num-threads=4 run >/dev/null 2>&1
vcgencmd measure_temp
sysbench –test=cpu –cpu-max-prime=20000 –num-threads=4 run >/dev/null 2>&1
vcgencmd measure_temp

Mit vcgencmd measure_temp miss ich die Temperatur am Anfang und zwischendurch im Verlauf des Tests. 

Der Befehl sysbench –test=cpu –cpu-max-prime=20000 –num-threads=4 run >/dev/null 2>&1 ließ den CPU für insgesamt 5 Minuten auf Hochtouren laufen. 

Zwischendurch wurde die Temperatur gemessen. Und so sehen die ersten Ergebnisse aus:

Raspberry Pi 4 ohne Kühlung

Als Referenz testete ich den Temperaturanstieg des Raspberry Pi 4 ohne jegliche Kühlung. Hier ist das Ergebnis: 

Raspberry Pi 4 Temperatur ohne Kühlung

Wie man sieht, ist die Temperatur ganz schön stark angestiegen. Wenn man bedenkt, dass die Drosselung des CPU-Takts ab etwa 80°C beginnt, ist hier nicht mehr viel Luft nach oben. 

Raspberry Pi 4 mit Wärmeableitern ohne Gehäuse

Als Nächstes testete ich die einfachen Wärmeableiter aus Aluminium. Diese sollten die Kühlfläche vergrößern und den Raspi passiv kühlen. Folgendes ist dabei herausgekommen: 

Heatsink Temperaturtest Raspberry Pi 4

Wie man sieht, steigt die Temperatur zwar etwas langsamer, am Ende ist es jedoch kein großer Unterschied zum Raspi ohne Kühlung.

Aluminium-Gehäuse mit integriertem Lüfter

Bei diesem Gehäuse ist es möglich den mitgelieferten Lüfter sowohl an 5V als auch an 3,3V des Raspberry Pi anzuschließen. Der Vorteil des Anschlusses an 3,3V liegt an den leiseren Lüftergeräuschen im Vergleich zum 5V-Anschluss. Wobei die Lüfter aus diesem Set von Anfang an etwas weniger Umdrehungen leisten und somit selbst bei 5V geräuscharmer sind als die üblichen 5V-Lüfter. 

Hier kommt das Ergebnis des 5V-Anschlusses:

Aluminium Gehäuse mit Lüfter Raspberry Pi 4

Wie man sieht, macht der Lüfter seine Arbeit passabel. Dabei ist er wie gesagt, etwas leiser als die üblichen 5V-Lüfter im Umlauf.

Und hier der 3,3V Anschluss:

Alu Gehäuse Raspi 4 mit Lüfter

Der 3,3V-Anschluss fiel also etwas ernüchternd aus. Der Vorteil – der Lüfter ist kaum hörbar, der Nachteil – der Temperaturanstieg.   

Passive Kühlung mit Aluminium Gehäuse ohne Lüfter

Dieses Gehäuse leitet die Wärme über seine gesamte Fläche vom Raspberry Pi 4 ab. Hier ist das Ergebnis: 

ALUMINIUM-GEHÄUSE FÜR RASPBERRY PI 4 – VOLLUMFASSENDE KÜHLUNG

Das Ergebnis ist schön, wenn man bedenkt, dass hier überhaupt keine Lüfter laufen und die ganze Installation also komplett geräuschlos betrieben wird.

Acryl-Gehäuse mit Lüfter

Dieses Gehäuse besteht aus 9 einzelnen Acryl-Schichten und einem aktiven 5V-Lüfter. Hier testete ich sowohl die Kühlleistung als auch die Auswirkungen von der Installation des Lüfters – mit Luftstrom nach Innen und nach Außen. Es wird oft gerätselt, wie sei es denn richtig – die warme Lüft abführen oder die kühle Luft hineinblasen? Hier kommt die Aufklärung, zumindest in Bezug auf dieses Gehäuse:

ACRYL-GEHÄUSE 9 SCHICHTEN MIT LÜFTER FÜR RASPBERRY PI 4 MODEL B

und die warme Luft wird herausgezogen:

ACRYL-GEHÄUSE 9 SCHICHTEN MIT LÜFTER FÜR RASPBERRY PI 4 MODEL B

Ich würde sagen, da ist gar kein Unterschied zu sehen. In beiden Fällen hat es der Lüfter geschafft, den Raspi relativ kühl zu halten. 

Aktiver Lüfter auf Wärmeableiter

Und hier kommt der Testsieger bisher. Diese Kombination aus Wärmeableiter und Lüfter ist besonders praktisch – die Lösung passt in fast jedes Gehäuse und wird schnell angebracht, einfach auf den CPU kleben und fertig. Es ist keine Fummelei mit Schrauben etc. nötig. Zudem ist der Lüfter super leise. Und so schnitt die Lösung im Test ab:

LÜFTER MIT KÜHLPAD UND WÄRMEABLEITERSET FÜR RASPBERRY PI 4

Aluminium-Gehäuse für Raspberry Pi 4 – passive Kühlung

Dieses robuste und präzise aus Aluminium gegossene Gehäuse ist bestens geeignet für den Raspberry Pi 4*. Die Kühlung erfolgt passiv und somit vollkommen geräuschlos. Sofort von unserem Lager in Deutschland verfügbar!

Wärmetest Raspberry Pi 4 Aluminium Gehäuse passiv

Soweit die Ergebnisse bisher. Ich werde in Zukunft noch weitere Lösungen aus meinem Sortiment testen und die Ergebnisse hier ergänzen. Ich hoffe, es hilft einem oder anderen dabei, eine Entscheidung bei der Wahl eines Gehäuses oder Lüfters zu treffen. 

Ich freue mich auf eure Kommentare, Anregungen, Anmerkungen. 

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Installation und Einrichtung einer Retro-Gaming-Konsole mit Raspberry Pi 4

Die großen dieser Welt – RetroPie und Recalbox – lassen sich immer noch Zeit mit der Unterstützung des neuen Raspberry Pi 4. Dies nutzen die Entwickler rund um Lakka aus und haben eine stabile Version der gleichnamigen Gaming-Distribution herausgebracht. Im folgenden Beitrag möchte ich kurz die Installation und Einrichtung von Lakka auf dem neuen Raspberry Pi 4 beschreiben und ein paar Hinweise hierzu los werden. 

Benötigte Hardware:

Benötigte Software:

Installation

MicroSD-Karte vorbereiten

Laden Sie das aktuelle Lakka Image herunter. Für das Kopieren des Image auf die MicroSD-Karte verwenden Sie bitte Etcher. Das Programm ist für Windows, Mac OSX und Linux verfügbar.

Laden Sie Etcher herunter und installieren Sie es.

Öffnen Sie Etcher und wählen Sie das zuvor heruntergeladene Lakka-Image aus (Image muss nicht entpackt werden). Klicken Sie hierfür auf „Select Image“.

Etcher Benutzung

Wählen Sie mit „Select Drive“ anschließend die MicroSD-Karte als Ziel aus. Etcher sollte automatisch die Micro-SD Karte als Ziel auswählen.

Etcher Verwendung Drive

Klicken Sie nun auf „Flash!“ um den Schreibvorgang zu starten.

Falls Etcher einen Fehler anzeigt, formatieren Sie die MicroSD-Karte neu. Nachdem das Image erfolgreich auf die MicroSD-Karte geschrieben wurde, erscheint folgendes Fenster:

Lakka starten

Stecken Sie nun die MicroSD-Karte in die hierfür vorgesehene Öffnung an der Unterseite des Raspberry Pi 4.

Schließen Sie nun den Raspberry Pi 4 mittels HDMI-Kabel (ggf. mit einem Adapter) an einen Monitor und Verbinden Sie die SNES-Controller mit Raspberry Pi 4. Nun schließen Sie das Netzteil an. Der Raspberry Pi startet nun den Lakka Image.

Konfiguration eines Controllers

HOTKEY-Taste definieren

Da die Controller in Lakka größtenteils automatisch eingebunden und die Tasten automatisch belegt werden, ist es ratsam schon am Anfang die HOTKEY-Kombination zu definieren, um die Spiele ordentlich zu beenden. Hierfür navigieren Sie im Lakka-Menü wie folgt:

Settings > Input > Input Hotkey Binds > Enable Hotkeys 

Anschließend bestimmen Sie die Taste für die Aktivierung der Hotkey-Funktion. Ich habe hier die Taste „Select“ gewählt. Bedenken Sie aber, dass bestimmte Tasten in bestimmten Spielen verschieden besetzt werden können. Vermeiden Sie hier einfach mögliche Konflikte und wählen Sie eine Taste, die nicht oft verwendet wird.

Bleiben Sie im aufgeführten Menü und navigieren Sie hoch zum Eintrag „Quit RetroArch“ und bestimmen Sie hier die zweite Taste zum Verlassen des RetroArch. Ich habe hier die Taste „X“ auf dem Controller festgelegt. Die Einrichtung ist nun fertig. 

Um jetzt ein laufendes Spiel zu verlassen, drücke ich zweimal die Kombination „Select“ und „X“ und das war es. Die Konsole muss nicht jedesmal ausgeschaltet werden. 

Die Tasten-Belegung eines SNES-Controllers:

Übertragung von Spielen auf die Konsole

WIFI/WLAN einrichten

Navigieren Sie im Lakka-Menü wie folgt:

Settings > Wifi

Wählen Sie Ihr WLAN-Netzwerk aus und geben Sie das entsprechende Passwort ein. Anschließend werden Sie ins Netzwerk eingebunden.

IP-Adresse ermitteln

Navigieren Sie im Lakka-Menü wie folgt:

Information > Network Information

Merken Sie sich die angezeigte IP-Adresse. Diese benötigen wir später für die Verbindung zwischen dem PC und der Lakka-Konsole.

SSH und Samba aktivieren

Navigieren Sie im Lakka-Menü wie folgt:

Settings > Services

Und aktivieren Sie die beiden Dienste SSH und Samba. Ich empfehle, die Dienste grundsätzlich deaktiviert zu lassen und nur für kurzzeitige Übertragungen zu aktivieren. 

Roms auf Lakka übertragen

Starten Sie Ihren PC, dieser sollte sich im gleichen Netzwerk befinden wie die Lakka-Konsole. Starten Sie das FTP-Programm (hier und weiter Filezilla). Öffnen Sie den Servermanager: 

Filezilla Servermanager aufrufen

Legen Sie dort einen neuen SFTP-Server an:

Filezilla neuen Server anlegen

Im Feld „Server“ geben Sie die IP-Adresse der Lakka-Konsole ein, die wir oben ermittelt haben. Benutzer und Passwort sind „root“ und „root“. Und so sieht es bei mir aus:

Filezilla Lakka SFTP Einrichtung

Anschließend auf „Verbinden“ klicken und das Verzeichnis auf Lakka wird geöffnet. Dort navigieren Sie in das Verzeichnis „roms“ und verschieben Sie alle eure Spiele in dieses Verzeichnis.

Somit ist es geschafft und die Konsole kann neu gestartet werden. Anschließend erscheinen die Spiele im horizontalen Lakka-Menü rechts. Jetzt kann gezockt werden. Viel Spaß!

Bei Fragen und Anmerkungen stehe ich gern zur Verfügung.

* Lakka unterstützt auch die kabellosen Controller von XBOX360 und PS3. Hier kann man mehr erfahren.

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GPi case – Zusammenbau und Einrichtung

In diesem Beitrag geht es um den Zusammenbau und die Einrichtung des neuen GPi cases. 

VORSICHT: Bitte handeln Sie mit Sorgfalt. Wir tragen keine Verantwortung für die Schäden, die durch unvorsichtige Handhabung der Teile entstanden sind.

ACHTUNG: Bitte vergewissern Sie sich, dass beim Einsetzen des Raspberry Pi Zero / Zero W keine MicroSD-Karte eingesteckt ist. Diese wird erst nach dem Zusammenbau eingesetzt.

Bevor Sie mit dem Zusammenbau beginnen, richten Sie zuerst RetroPie oder Recalbox auf der MicroSD-Karte ein. 

1. RetroPie auf MicroSD-Karte schreiben 

SD Karte vorbereiten

Laden Sie das aktuelle RetroPie Image (für Raspberry Pi Zero / Zero W wählen Sie „Raspberry Pi 0/1“) von der RetroPie-Seite herunter. Für das Kopieren des Image auf die MicroSD-Karte (nicht im Lieferumfang enthalten) verwenden Sie bitte Etcher. Das Programm ist für Windows, Mac OSX und Linux verfügbar.

Laden Sie Etcher herunter und installieren Sie es.

Öffnen Sie Etcher und wählen Sie das zuvor heruntergeladene RetroPie-Image aus (Image muss nicht entpackt werden). Klicken Sie hierfür auf „Select Image“.

Etcher Benutzung

Wählen Sie mit „Select Drive“ anschließend die MicroSD-Karte als Ziel aus. Etcher sollte automatisch die Micro-SD Karte als Ziel auswählen.

Etcher Verwendung Drive

Klicken Sie nun auf „Flash!“ um den Schreibvorgang zu starten.

Falls Etcher einen Fehler anzeigt, formatieren Sie die MicroSD-Karte neu. Nachdem das Image erfolgreich auf die MicroSD-Karte geschrieben wurde, erscheint folgendes Fenster:

2. Der Zusammenbau des GPi case

Im Lieferumfang des GPi case befindet sich folgendes Montage-Set: 

 Schalten Sie den EIN-/AUS-Schalter auf OFF und nehmen Sie das Steckmodul heraus.  

Das Steckmodul besteht aus zwei Schalen. Nehmen Sie die beiden Schalen auseinander und entnehmen Sie die sich darin befindenden Teile (Steckplatine und MicroSD-Karten-Verschluss)

Shell 1 steht für Schale 1 und Shell 2 für Schale 2. 

Stecken Sie nun den mitgelieferten Adapter (C) in den USB-Anschluss des Raspberry Pi Zero / Zero W. 

Setzen Sie den Raspberry Pi Zero / Zero W in die Schale 1 wie auf dem Bild unten gezeigt.

Befestigen Sie den Raspberry Pi Zero / Zero W mit den Schrauben (D) in der Schale 1.

Setzen Sie darauf die Steckplatine (A) auf den Raspberry Pi Zero / Zero W.

Und befestigen Sie den USB-Adapter (C) auf der Steckplatine (A) wie auf dem unteren Bild gezeigt.

  

Setzen Sie jetzt den MicroSD-Verschluss ein:

Setzen Sie die Schale 2 auf die Schale 1 und verschrauben Sie diese mit den Schrauben (E):

Setzen Sie die vorbereitete MicroSD-Karte ein:

Und stecken Sie das Steckmodul wieder in das GPi case.

Im Folgenden geht es um das Einrichten des GPi case. 

3. Einrichtung des GPi case

Schritt 1: Installieren Sie den Skript für sicheres Herunterfahren.

Der Skript ist unter dieser Adresse verfügbar: https://github.com/RetroFlag/retroflag-picase

Empfohlene Vorgehensweise:

Den Schalter „SAFE SHUTDOWN“ auf ON stellen (Standardmäßig ist dieser auf OFF gestellt).

Für RetroPie:

  • Stellen Sie sicher, dass eine Internetverbindung besteht.
  • Stellen Sie sicher, dass Sie per SSH mit Retropie auf GPi case verbunden sind (sehen Sie hierfür den Eintrag „Wie richte ich WLAN ohne Tastatur ein?“ an). Wenn die Verbindung nicht klappt, ist der SSH noch nicht aktiviert. Um SSH zu aktivieren, gehen Sie in Retropie in das Menü „raspi-config“ und wählen Sie den Punkt „5 Interfacing Options“ und weiter „P2 SSH“. Anschließend bestätigen Sie die Aktivierung von ssh mit dem Button „Yes“. Nun sollte die SSH-Verbindung funktionieren. 
  • Loggen Sie sich ein: Benutzer: pi, Passwort: raspberry (vergessen Sie nicht, im Anschluss das Passwort zu ändern. Siehe hierzu: „Grundabsicherung des Raspberry Pi“)
  • Geben Sie im Terminal den folgenden einzeiligen Befehl ein (Groß- und Kleinschreibung beachten): wget -O – „https://raw.githubusercontent.com/RetroFlag/retroflag-picase/master/install_gpi.sh“ | sudo bash

Für Recalbox:

  • Stellen Sie sicher, dass eine Internetverbindung besteht.
  • Stellen Sie sicher, dass Sie per SSH mit Retropie auf GPi case verbunden sind (sehen Sie hierfür den Eintrag „Wie richte ich WLAN ohne Tastatur ein?“ an).
  • Loggen Sie sich ein: Benutzer: root, Passwort: recalboxroot (vergessen Sie nicht, im Anschluss das Passwort zu ändern. Siehe hierzu: „Grundabsicherung des Raspberry Pi“)
  • Geben Sie im Terminal den folgenden einzeiligen Befehl ein (Groß- und Kleinschreibung beachten): wget -O – „https://raw.githubusercontent.com/RetroFlag/retroflag-picase/master/recalbox_install_gpi.sh“ | bash

Schritt 2: Installieren Sie GPi case Patch von Retroflag.

Das GPi case Patch für Retropie und Recalbox wird benötigt, um das Video-Signal über das GPIO anstatt wie üblich über den HDMI-Anschluss zu schicken. Laden Sie den GPi case Patch herunter: http://download.retroflag.com/

Für Windows:

  • Kopieren Sie den Ordner „GPi_Case_patch“ in das „Boot“-Verzeichnis auf der MicroSD-Karte.
  • Öffnen Sie den Ordner „GPi_Case_patch“ und führen Sie die Datei „install_patch.bat“ aus.
  • Der Patch ist nun fertig installiert. Die MicroSD-Karte kann verwendet werden.

Um das Video-Signal wieder über HDMI-Anschluss zu schicken, deinstallieren Sie den Patch wie folgt:

  • Öffnen Sie den Ordner „GPi_Case_patch“ und führen Sie die Datei „uninstall_patch.bat“ aus.

Für MacOS:

  • Kopieren Sie zur Sicherheit die beiden Dateien „config.txt“ und „/overlays/dpi24.dtbo“ im „Boot“-Verzeichnis auf der MicroSD-Karte z.B. auf Ihr Schreibtisch.
  • Kopieren Sie die Datei „/GPi_Case_patch/patch_files/config.txt“ in das „Boot“-Verzeichnis auf der MicroSD-Karte.
  • Kopieren Sie die Dateien „/GPi_Case_patch/patch_files/overlays/dpi24.dtbo“ und „pwm-audio-pi-zero.dtbo“ in den Ordner „/overlays“ auf der MicroSD-Karte.

Um das Video-Signal wieder über HDMI-Anschluss zu schicken, deinstallieren Sie den Patch wie folgt:

  • Kopieren Sie die zuvor gesicherte Datei „config.txt“ in das „Boot“-Verzeichnis der MicroSD-Karte.
  • Kopieren Sie die zuvor gesicherte Datei „dpi24.dtbo“ in den Ordner „/overlays“ auf der MicroSD-Karte.

Wenn Sie wissen wollen, wie Sie die Spiele-ROMs auf die MicroSD importieren können, lesen Sie hierfür die folgenden Beiträge: 

WLAN ohne Tastatur auf GPi case einrichten

Installation und Einrichtung des RetroPie-Sets mit NESPi PLUS Gehäuse – Abschnitt „Spiele via SFTP kopieren (LAN Kabel oder WLAN)“